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Blog-Wichteln: Wandern und entspannen auf Madeira

Neigt sich das Jahr dem Ende entgegen, wird es bunt und spannend im tollsten Netzwerk der Welt (Texttreff - das Netzwerk wortstarker Frauen) - das sog. Blog-Wichteln beginnt: Dabei wird ausgelost, wer wen mit einem Gast-Beitrag erfreuen darf. Jetzt ist zwar schon das neue Jahr angebrochen - aber wunderbare Geschenke werden immer gern entgegen genommen! 

 

Stella Cornelius-KochMein Wichtel, Stella Cornelius-Koch, Medizin-Journalistin, Autorin und Stress-Expertin aus Bremen, schrieb für mich einen traumhaft schönen, bebilderten Beitrag über die Blumeninsel Madeira: 

Wandern und entspannen auf Madeira

Die Algarve ist ohne Frage einzigartig. Doch Portugal hat in Sachen Schönheit noch mehr zu bieten. Die Blumeninsel Madeira zum Beispiel. Nun liegt der Archipel mit der Hauptinsel Madeira und dem kleineren Porto Santo (die einzigen beiden bewohnten Inseln) mitten im Atlantik und nicht gerade um die Ecke:etwa 600 Kilometer vor der afrikanischen Nordwestküste und 900 Kilometer vom portugiesischen Festland entfernt. Doch abgeschreckt hat dies meinen Mann und mich dennoch nicht, im Gegenteil: Schon lange hatten wir den Wunsch, einmal die „Perle im Atlantik“ zu besuchen. Zudem ist der von Deutschland aus rund vierstündige Flug gut zu bewältigen.

Im Juli 2009 war es dann endlich soweit: Wir landeten guten Mutes in Funchal, der Hauptstadt, und machten uns mit dem Mietwagen durch zahlreiche Tunnel auf in Richtung Calheta an der sonnigen Südwestküste (im Nordteil kann es öfter mal regnen). Oberhalb von Calheta hatten wir uns in der Quinta Alegre, einem kleinen, ruhigen Landhotel, eingebucht, das von einem Deutschen geführt wird, einen netten Service, leckeres Essen und einen grandiosen Blick über den Atlantik bietet.

Madeira Landhotel Quinta Alegre

Madeira Landhotel Quinta Alegre  Atlantik

Doch das Meer war (obwohl wir den Blick sehr genossen haben), nicht unser eigentliches Ziel. Wie auch viele andere Touristen sind wir nach Madeira gekommen, um zu wandern. Und da erwies sich Calheta als idealer Ausgangspunkt, um die außergewöhnliche Naturlandschaft zu erkunden. Gleichermaßen ideal für Anfänger als auch Fortgeschrittene sind Wanderungen entlang der Levadas. Die Bewässerungskanäle wurden einst angelegt, um das kostbare Nass vom regenreichen und sonnenarmen Norden für die Felder und Plantagen in den regenarmen und sonnigen Süden zu transportieren. An den Levadas kann man nicht nur bequem von einem Ziel zum anderen kommen. Sie bieten – hoch gelegen – oft auch eine tolle Aussicht über die Landschaft.

Doch der Eindruck täuscht: Madeira ist alles andere als flach und eben. Vielmehr gibt es auf der Vulkaninsel (Vulkantätigkeit gibt es jedoch keine mehr) einige Höhenmeter zu überwinden, wenn man von Süd nach Nord oder West nach Ost gelangen möchte. Am Pico do Arieiro, mit 1818 Metern der dritthöchste Berg Madeiras und einer meistbesuchten Sehenswürdigkeiten, haben wir es uns jedoch leicht gemacht: Er ist gut mit dem Auto erreichen. Die kurvenreiche Fahrt und teils unbefestigten engen Straßen lohnt sich allemal: Oben angekommen hat man einen spektakulären Blick auf die Felsformationen, in denen sich oft die Wolken hängen zu bleiben scheinen.

Madeira  Pico do Arieiro

Bei klarer Sicht kann man die Südküste und die Insel Porto Santo sehen. Wer nach einer anstrengenden Wanderung entspannen möchte, hat auf Madeira unzählige Möglichkeiten: Vom Baden im Hotelpool oder in einem der Meerwasserpools (Sandstrände gibt es nur ganz wenige) oder einer (in Sinne der Tiere respektvoll durchgeführten) Wal- und Delfin-Beobachtungs-Tour einmal abgesehen, kann man wunderbar in Funchal (Tipp: frische Früchte wie Maracujas und süße Madeira-Bananen in der prachtvoll gestalteten Markthalle „Mercado dos Lavradores“ kaufen) oder an der Promenade bummeln. Ebenfalls nicht fehlen darf eine rasante Korbschlittenfahrt in Monte. Der Startpunkt ist gut mit der Seilbahn zu erreichen, deren Station in der Altstadt von Funchal liegt. Während der Fahrt nach Monte kann man die Aussicht auf die Bucht von Funchal genießen. Für mich als Pflanzenliebhaberin war auch der Besuch im ebenfalls oberhalb des Stadtzentrums gelegenen Botanischen Garten („Jardim Botânico") Pflicht, an dem sich auch ein Vogelpark („Parque dos Loiros") anschließt. Im Botanischen Garten kann man mehr über 2 000 exotische Pflanzen aus allen Erdteilen bewundern: Orchideen, Magnolien, Azaleen, Bromelien, Kakteen, Farne, Palmen und natürlich Strelitzien – eines der Wahrzeichen der Insel.

 Strelitzie  Madeiras

Mein Fazit: Madeira ist auf jeden Fall eine Reise wert und unser Besuch dort wird nicht der letzte gewesen sein. Die Blumeninsel bietet jede Menge Sehenswürdigkeiten, eine wunderschöne Landschaft und puren Genuss für die Sinne – Erholung und Entspannung sind (fast) garantiert. ;-)

 

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